E-Mails per PowerShell und Microsoft Graph verschicken

E-Mails via Powershell und Microsoft Graph API zu verschicken, ist leider nicht so einfach wie mit dem klassischen Send-MailMessage Cmdlet. Zu dem klassischen Weg hatte ich ja auch kürzlich einen Blog-Post veröffentlicht. Trotzdem gibt es einige Gründe, die für den Versand per Microsoft Graph sprechen. Im Oktober 2025 wird voraussichtlich die Plaintext Authentifizierung (“Basic Authentifizierung”) für den SMTP-Versand bei Exchange Online abgeschaltet. Falls also Exchange Online euer einziges E-Mail-System ist, aber ihr automatisiert E-Mails verschicken wollt, dann ist MS Graph die richtige Wahl. Alternativ könntet ihr natürlich auch ein zusätzliches E-Mail-System anschaffen (anmieten oder selbst betreiben). ...

2025-04-10 · 11 Minuten · Andreas Dieckmann

E-Mails per PowerShell verschicken mit Send-MailMessage

Es ist recht einfach E-Mails per PowerShell zu verschicken. Dafür gibt es das mitgelieferte Cmdlet Send-MailMessage, welches allerdings mittlerweile von Microsoft als veraltet bezeichnet wird: ⚠️ Warnung Das Cmdlet Send-MailMessage ist veraltet. Dieses Cmdlet garantiert keine sicheren Verbindungen mit SMTP-Servern. Es ist zwar kein sofortiger Ersatz in PowerShell verfügbar, es wird jedoch empfohlen, Send-MailMessage nicht zu verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Plattformkompatibilitätshinweis DE0005. Quelle: https://learn.microsoft.com/de-de/powershell/module/microsoft.powershell.utility/send-mailmessage?view=powershell-7.5 Für einige Szenarien ist die Verwendung von Send-MailMessage aber meiner Meinung nach trotzdem okay. Wenn ihr zum Beispiel einen eigenen SMTP-Server (z.B. Microsoft Exchange Server) betreibt oder angemietet habt (z.B. bei jedem beliebigen Webhoster), dann gibt es dort in der Regel gar keine Unterstützung für modernere Authentifizierungsmethoden. Ihr könnt einen solchen SMTP-Server natürlich auch zusätzlich zu einer Exchange Online Umgebung betreiben. Tendenziell würde ich empfehlen für solche automatischen E-Mails eher eine Subdomain (z.B. “reports.demotenant.de” statt einfach nur “demotenant.de”) oder eine separate Domain zu verwenden, aber das ist natürlich kein Muss. ...

2025-03-23 · 6 Minuten · Andreas Dieckmann

PowerShell: Schleifen gezielt abbrechen/überspringen

Normalerweise wird eine Schleife in PowerShell solange ausgeführt, wie es durch den außen stehenden Bedingungsblock definiert ist. Die folgende while-Schleife wird zum Beispiel so lange ausgeführt, wie die Variable namens $Variable kleiner oder gleich 10 ist. 1 2 3 while($Variable -le 10) { # irgendwas } Es ist aber auch möglich gezielt eine komplette Schleife vorzeitig abzubrechen oder einen einzelnen Schleifendurchgang abzubrechen. Und zwar auch, wenn ihr mehrere Schleifen ineinander verschachtelt habt. ...

2024-11-02 · 5 Minuten · Andreas Dieckmann

WMI in PowerShell verwenden

WMI ist eine mächtige Schnittstelle um Windows Systeme zu verwalten. Dadurch ist der Zugriff auf Dinge möglich, für die es vielleicht sonst gar keine eigenen PowerShell Cmdlets gibt. Teilweise können wir so mehr Infos abrufen, als die Standard-Cmdlets liefern. Das geht sowohl lokal, als auch remote. Deprecated: Die alten WMI Cmdlets Es gibt ein paar ältere Cmdlets, die allerdings für Neuentwicklungen nicht empfohlen werden. Aber vielleicht stoßt ihr in älteren Skripten mal darüber, also jetzt habt ihr schon mal davon gehört - die existieren zumindest. ...

2024-09-20 · 12 Minuten · Andreas Dieckmann

Das Problem mit Array += in PowerShell

Die PowerShell macht es leider recht einfach ineffizienten Code zu schreiben. Viele Leute benutzen zum Beispiel die += Schreibweise um ein Array zu befüllen. Nicht empfehlenswert! 1 2 3 4 5 # So bitte nicht machen! $Array = @() for ($i = 0; $i -lt 10000; $i++) { $Array += $i } Mit Measure-Command können wir messen, wie lange die Ausführung eines Skriptblocks dauert. Bei mir hat die Ausführung des obigen Codes in einer Test-VM über 2 Sekunden benötigt. ...

2024-09-12 · 3 Minuten · Andreas Dieckmann

PowerShell NTFS Alternate Data Streams

Das Dateisystem NTFS wird standardmäßig unter Windows verwendet. Und normalerweise hat eine Datei nur einen dazugehörigen normalen Datenstrom (Data Stream) mit dem Namen :$DATA. Aber es gibt auch die sogenannten “Alternate Data Streams” (ADS), die zusätzliche Daten enthalten können. Diese ADS werden teilweise vom System verwendet, könnten aber auch von Angreifern verwendet werden, um Daten zu verstecken. Ich habe zu dem Thema auch ein YouTube Video erstellt. NTFS Alternate Data Stream auslesen Aus dem Internet heruntergeladene Dateien erhalten bei vielen Browsern unter Windows ein “Mark of the web” (MOTW) im Zone.Identifier Stream. Dieser Stream enthält Infos zur Quelle der Datei - also z.B. dass sie aus dem Internet heruntergeladen wurde. Um den Inhalt eines ADS auszulesen, kann einfach Get-Content mit dem Parameter -Stream und der Angabe des Streamnamens verwendet werden. Alternativ kann an den Dateinamen :<Name des Streams> angehängt werden. ...

2024-08-30 · 3 Minuten · Andreas Dieckmann

PowerShell Calculated Properties

Wenn ihr per PowerShell Daten exportiert (zum Beispiel in eine CSV-Datei per Export-CSV), dann werden die originalen Eigenschaftsnamen von den PowerShell Objekten verwendet. Wenn die aber nicht ganz passend für euren Zweck sind, dann könnt ihr sie auch anpassen. Dafür können sogenannte “Calculcated Properties” und das Cmdlet Select-Object verwendet werden. Damit können zum Beispiel: Eigenschaften umbenannt werden Eigenschaftswerte formatiert werden Komplett eigene Eigenschaften erzeugt werden (z.B. durch den Aufruf zusätzlicher Cmdlets) Ich habe zu diesem Thema auch ein Video auf meinem YouTube Kanal veröffentlicht. ...

2024-08-21 · 7 Minuten · Andreas Dieckmann

PowerShell Write-Host VS. Write-Output

In PowerShell könnt ihr ja Text mit dem Cmdlet Write-Host ausgeben. Aber es wird teilweise davon abgeraten das zu verwenden. Es gibt zum Beispiel die Alternative Write-Output. In diesem Post erkläre ich euch die Unterschiede. 🎬 Ich habe übrigens auch ein Video zu dem Thema erstellt. Write-Host Write-Host gibt Daten auf dem PowerShell Host aus, dem Programm, welches die aktuelle PowerShell Sitzung hostet. Oft ist das der ConsoleHost, aber z.B. die PowerShell ISE oder Visual Studio Code verwenden eigene Hosts, die sich in manchen Aspekten voneinander unterscheiden. ...

2024-07-05 · 4 Minuten · Andreas Dieckmann

Per PowerShell .zip-Archive erstellen und entpacken

Windows kann eigentlich schon ziemlich lange mit ZIP-Archiven umgehen. Und auch die PowerShell kann das, also sowohl ZIP-Dateien erstellen, als auch sie entpacken. Das kann nützlich sein, wenn ihr z.B. mit einem PowerShell Skript mehrere Dateien zu einer ZIP-Datei zusammenfassen wollt - das erleichtert das wegkopieren. Oder vielleicht um eine per Skript aus dem Internet geladene ZIP-Datei zu extrahieren. 🎬 Ich habe übrigens auch ein Video zu dem Thema erstellt. ...

2024-06-08 · 3 Minuten · Andreas Dieckmann

PowerShell Befehle auf mehrere Zeilen aufteilen

PowerShell Befehle mit vielen Parametern können die Lesbarkeit vom Code verschlechtern. Zum Beispiel habe ich im nachfolgenden Codeabschnitt in Zeile 5 das Cmdlet New-ADUser verwendet und dabei 7 Parameter angegeben. Das ist sehr schwer auf einer Zeile zu lesen, selbst wenn ihr einen Ultra-Wide Monitor verwendet. 1 2 3 4 5 6 $CSVFile = Import-Csv .\NeueUser.csv foreach($User in $CSVFile) { $Manager = Get-ADUser -Filter "mail -eq '$($User.Manager)'" New-ADUser -Name "$($User.Vorname) $($User.Nachname)" -Surname $User.Nachname -GivenName $User.Vorname -UserPrincipalName "$($User.Vorname).$($User.Nachname)@demotenant.de" -Department $User.Abteilung -Company "Demotenant" -Path "OU=User,OU=Demotenant,DC=lan,DC=demotenant,DC=de" } Es würde die Lesbarkeit erhöhen, wenn wir den Befehl auf mehrere Zeilen aufteilen können. Deshalb zeige ich euch in diesem Artikel zwei Möglichkeiten um eure PowerShell Befehle auf mehrere Zeilen aufzuteilen. ...

2024-05-15 · 6 Minuten · Andreas Dieckmann